Bar Plaza Dorrego

am

San Telmo ist wie jeden Sonntag voll von Touristen. Zentimeter für Zentimeter rollen sie in einer zehklebrigen Masse die Calle Defensa vom Plaza de Mayo bis zum Plaza Dorrego entlang, kaufen Kunsthandwerk und Ramsch, sehen dem alten Tango-Paar vor dem Starbucks zu und machen Fotos mit dem Mann, der aussieht, wie Carlos Gardel vielleicht ausgesehen hätte, wäre er alt geworden. Heute scheint die Sonne, aber ich zwinge J. trotzdem, in das dunkle Café zu gehen, das gegenüber vom Starbucks ist.

Mein Plan, die Bares Notables anzusehen und auszuprobieren, steht.

Auch im Café gibt es kaum Einheimische. Am Tisch neben uns spricht man Französisch, irgendwo hängen deutsche Wortfetzen im Raum. Es gibt Chips aus der Tüte. An den Wänden hängen gerahmte Bilder wie in den meisten klassischen Bars üblich. Portraits aus den alten Zeiten der Stadt, als man noch rauchen und dichten konnte in den bares notables. Der Tresen ist alt, die Tische wackeln, überall stehen leere Flaschen teuren Alkohols. Eine Espressomaschine summt. Es riecht nach Kaffee.

Begeistert schieße ich Fotos. Die Atmosphäre gefällt uns.

Nur auf den Kellner warten wir vergeblich.

Irgendwann gehen wir wieder hinaus in die Sonne und die warmen Klänge des Tangos. Ein bisschen schunkeln wir wie die anderen Touristen, als wir uns wieder Richtung Casa Rosada aufmachen.

Bar Plaza Dorrego – Calle Defensa 1098 – San Telmo

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