Mit Bananen beim Asado

Sonntags ist in Argentinien Asado-Tag. Den ganzen Tag lang grillt der Durchschnitts-Argentinier sein Fleisch, isst halbe Kühe und zahlreiche Chorizos in großer Runde. Wir sind keine Argentinier, aber einen Sonntag und einen Grill haben wir trotzdem. Und inzwischen habe ich das Gefühl, lange genug in Argentinien zu sein, um auch als Vegetarierin endlich ein Asado zu organisieren. Ich kaufe also Gemüse ein und bereite Salat vor, öffne den anderen die Tür und genieße es, auf der sonnigen Terrasse zu sitzen, gegrilltes Gemüse und Bananen zu essen und den Sonntag einfach Sonntag sein zu lassen. Jeder hat etwas mitgebracht und schnell wird klar, dass die Angst, nicht genug für alle zu haben unbegründet war. Die Zeit fließt in einer angenehmen Zähflüssigkeit an uns vorbei, während wir uns zu fünft in der Sonne räkeln. Wir sprechen von Argentinien, Deutschland und Brasilien, von fremden Sprachen, von der Arbeit, Tattoos und dem Leben allgemein.

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Irgendwann verstumme ich und höre einfach nur zu, die Augen halb geschlossen, die Sonne im Nacken, dankbar, dass man manchmal Menschen findet, die man schon nach kurzer Zeit Freunde nennen kann.

Als Vorspeise, Nachspeise und Zwischengang serviere ich Bananenbrot, das noch weniger argentinisch ist als wir und eigentlich nicht richtig zu einem Asado passt. Aber da laut Klischee beim Asado wirklich nur Fleisch gegessen wird und wir ja alle mit Klischees brechen sollen und ich als Vegetarierin ohnehin nicht in ein Asado-Klischee passe, ist das auch egal.

Gegessen und gebacken wird, was schmeckt.

Auch beim Asado und vor allem am Sonntag.

Veganes Bananenbrot

2 mittelgroße Bananen

2 kleine Äpfel

1 Becher Reismehl

¾ Becher Buchweizenmehl

2 TL Backpulver

1 TL Maisstärke

½ TL Zimt

½ TL Muskatnuss

1 Prise Salz

1 Chia Ei (1 EL Chia-Samen, 3 EL Wasser)

1 Leinsamen Ei (1 EL Leinsamen, 3 EL Wasser)

1 EL Melasse

Die Bananen zermatschen und anderthalb Äpfel zerreiben. Die übrige Apfelhälfte in kleine Würfel schneiden und beiseite legen.

Die Ersatzeier zusammenrühren und kurz quellen lassen.

Beide Mehlsorten, Backpulver, Maisstärke, Zimt, Muskatnuss und Salz in einer Schüssel verrühren. Die zermatschten Bananen, den geriebenen Apfel, die Melasse und die Ersatzeier dazugeben und alles verrühren bis eine homogene, dickflüssige Masse entsteht.

Den Teig in eine mittelgroße, gefettete Kastenform geben und die Apfelwürfel darüber streuen. Dann bei mittlerer Hitze 30-40 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. 10 Minuten in der Form kühlen lassen, anschließend umstürzen und komplett auskühlen lassen. Am besten schneidet sich das Brot nach 1 Tag, schmecken tut es allerdings auch lauwarm schon.

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